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Kräuterlexikon

Für den gewissen Pep im Essen schenkt uns die Natur eine Vielzahl an aromatischen Kräutern. Je frischer desto aromatischer - deshalb lohnt es sich immer, Kräuter im Garten, auf dem Balkon oder Fensterbrett zu haben und den Speisen frisch, möglichst erst kurz vor dem Servieren, zu zugeben.
Das kleine Kräuterlexikon gibt einen Einblick in die vielseitige "Kräuterwelt". 

Hinweis:
Ein- und zweijährige Kräuter
werden nur ein bzw. zwei Jahre alt und werden jedes Jahr bzw. jedes zweite Jahr neu ausgesät. Sie wachsen und entwickeln sich schnell und eignen sich auch gut für den Kräutergarten auf der Fensterbank.
Mehrjährige Kräuter bleiben mehrere Jahre am selben Platz. Sie können durch Wurzelteilung, Wurzelableger oder Stecklinge vermehrt werden.

 

In der Feinschmeckerküche hat der Bärlauch in kürzester Zeit einen festen Platz erobert. Bärlauchkraut ist als Brotaufstrich, in Salaten, in Risotto und als Pesto eine würzige Delikatesse.

 

Tipp: Es besteht Verwechslungsgefahr mit Blättern von Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen.

 

Test: Knoblauchgeruch beim Zerreiben stellt sicher, dass es sich um Bärlauch handelt. 

Basilikum ist ein edles Kraut, das auch Königskraut genannt wird. Es gibt besonders italienischen Gerichten ihre typische mediterrane Geschmacksnote. Mit seinem feurig-würzigen Duft passt Basilikum besonders zu Tomaten, Kräutersaucen, Hähnchen und allen italienischen Gemüsegerichten.


Tipp: Basilikum immer frisch gehackt über das fertige Gericht streuen, nicht mitkochen, so werden die ätherischen Öle in den Blättern am besten bewahrt.

Bohnenkraut unterstützt besonders das Aroma von grünen Bohnen und reduziert deren blähende Wirkung. Das kräftig-würzige Kraut entwickelt erst beim Kochen den vollen Geschmack – daher vorsichtig dosieren ("Pfefferkraut").

Tipp: Kurz vor der Blüte ist sein Aroma am kräftigsten. Zu Sträußen gebündelt kopfüber zum Trocknen aufgehängt, behält es seine Würzkraft eine lange Zeit.

Borretsch gehört zu den Raubblattgewächsen. Die jungen Triebspitzen und Blätter besitzen ein feines Gurkenaroma. Frisch und fein gehackt wird Borretsch zum Würzen von Salaten, Gemüse und Soßen verwendet. Das Gewürzkraut kann aber auch gekocht als Gemüse zubereitet werden.


Tipp: Beim Trocknen der Blätter geht das Aroma weitgehend verloren. Daher sollte man das Kraut zur Haltbarmachung eher einfrieren.

Dill ist ein anspruchsloses, einjähriges Kraut und kann bis zu einem Meter hoch wachsen.
Die aromatischen Dillspitzen passen am besten zu Gurken („Gurkenkraut“), Möhren und zu Salaten, Saucen, Kräuterbutter, Quark und Fischgerichten. Damit die frisch-herbe Würze des Dillkrauts bewahrt wird, sollte es nicht mitgekocht werden.


Tipp: Grünes Dillkraut kann eingefroren werden.

Den besten Ruf hat Estragon in der italienischen und französischen Küche und ist unverzichtbar in der Soße Bearnaise. Mit seinem mild-scharfen, leicht bitteren Geschmack wirkt es appetitanregend und passt zu Salaten, Gemüse, Soßen, Geflügel, Fisch und Eierspeisen. Aufgrund des intensiven Geschmacks ist bei der Dosierung eher Vorsicht geboten.

Geschenkidee: Estragonzweige in eine dekorative Flasche geben und mit Essig übergießen. Flasche gut verschließen und vier Wochen ziehen lassen. Estragonessig für Salatsoßen verwenden.

Kresse ist ein pikanter Brotbelag und harmoniert mit Salat, Soßen, Eiern und Quark. Sie sollte immer roh verwendet werden, da sie durch Erhitzen bitter wird.

 

Tipp: Die schnell wachsende Kresse sorgt auch im Winter auf der Fensterbank für frisch-grünen Nachschub.

Zusammen mit Schnittlauch, Petersilie und Estragon ist Kerbel Bestandteil der französischen Kräutermischung "Fines Herbes". Fein gehackt passt frischer Kerbel gut zu Suppen, Salaten, Soßen, Omeletts und Fischgerichten. Um das würzig-süßliche Aroma nicht zu verlieren, sollte Kerbel nicht mitgekocht werden.

Roh verzehrt wirkt der Knoblauch auf diejenigen, die ihn nicht gegessen haben, eher unangenehm ("Stinkerzwiebel"): Sein durchdringender, leicht schwefelartiger Geruch bleibt nach dem Genuss noch lange und intensiv erhalten. Knoblauch passt zu Fleisch, Soßen, Salaten, Suppen und zu allen südländischen Gemüsegerichten.

Tipp: Gegart hinterlässt Knoblauch einen köstlichen Hauch.

Liebstöckel ist auch bekannt als Maggikraut und hat eine intensive Würzkraft. Es sollte daher sparsam verwendet werden. Liebstöckel passt sehr gut zu deftigen Eintöpfen (z.B. Linseneintopf, Möhreneintopf), Gemüsesuppen oder Bratengerichten.


Tipp: Liebstöckelblätter etwa 20 Minuten mitkochen und vor dem Servieren aus dem Gericht entfernen.

Majoran würzt bestens Kartoffeln, Hackfleisch-, Tomaten- und Bohnengerichte. Es ist als Würzmittel unentbehrlich bei der Wurstherstellung und verleiht der Wurst den typischen Majoranduft ("Wurstkraut").


Tipp: Majoran sparsam verwenden, da er leicht aus den Speisen hervorschmeckt.

Oregano ist ein beliebtes Küchengewürz und vor allem aus der italienischen Küche bekannt. Oregano findet vor allem auf der Pizza Anwendung, passt aber auch in verschiedenste Suppen, Eintöpfe oder Fleisch- und Tomatengerichte. Das Kraut wirkt auf dem Magen- und Darmtrakt desinfizierend und gilt als Verdauungshilfe bei blähenden und fettreichen Speisen.

Tipp: Oregano wegen seiner hohen Würzkraft nur sparsam verwenden.

Petersilie ist wohl das beliebteste Küchenkraut und ein echter Allrounder. Das Vitamin C-reiche Kraut schmeckt würzig frisch in Salaten, Soßen und Suppen ("Suppenkraut"), zu Kartoffeln, Kräuterbutter und Wurzelgemüse. Sie wird als glattblättrige (feineres Aroma) und krausblättrige Petersilie angeboten.


Tipp: Frische Petersilie, in ein Glas mit Wasser gestellt, hält lange frisch.

Pimpinelle darf in der "Frankfurter Grünen Soße" nicht fehlen. Sie entfaltet ihre zarte Würze am besten in Essig oder Zitronensaft und ist mit ihrem frischen, leicht säuerlichen Duft ideal für Rohkost, Salate, Kräuterbutter, Quark- und Eierspeisen.
Tipp: Blütentriebe herausschneiden, so treiben immer junge Blätter.

Im Geruch typisch und erfrischend, im Geschmack leicht brennend und anschließend kühl – so präsentiert sich die Pfefferminze. Sie schmeckt im Tomatensalat, in Soßen und Marinaden sowie zu Lamm- und Geflügelgerichten. Pfefferminze eignet sich außerdem als Dekoration für Süßspeisen und Getränke.


Tipp: Pfefferminztee wird aus volksmedizinischer Sicht eine belebende und verdauungsfördernde Wirkung zugeschrieben. Er kann sowohl warm als auch kalt genossen werden.

Rosmarin gehört wie Thymian, Bohnenkraut, Oregano und Lavendel zu den typischen Kräutern der Provence. Das herbwürzige Rosmarinkraut passt zu südländischen Gemüsegerichten, Fleisch, Tomaten und Blechkartoffeln und sollte sparsam verwendet werden. Um seinen vollen Geschmack zu entfalten, wird Rosmarin mitgegart.

Salbei ist in der italienischen Küche unverzichtbar (z. B. als Zutat in Saltimbocca, zum Verfeinern von Parma-Schinken). Mit seinem kräftig-würzigen Aroma ist Salbei auch eine gute Würze für Gänse- und Schweinebraten.


Tipp: Salbei bei Gerichten am besten als einzige Gewürzzutat solo genießen.

Schnittlauch ist sehr beliebt als kräftig-würziger Brotbelag und kann ebenso gut zu Salaten, Tomaten, Gurken, Quark, Eiern, Soßen und Omeletts ("Pfannenkuchenkraut") verwendet werden. Schnittlauch ist appetitanregend und enthält viel Vitamin C.


Tipp: Schnittlauchballen im Januar oder Februar ausgraben, durchfrieren lassen. In einen Blumentopf gepflanzt treibt er auf der Fensterbank aus. 

Thymian wird aufgrund seines kräftig-würzigen Geschmacks gerne zu deftigen Speisen wie Eintopf sowie Fleisch- und Kartoffelgerichten verwendet. Unverzichtbar ist Thymian bei Bratkartoffeln und als Bestandteil der Kräuter der Provence.


Tipp: Thymian tut als Teeaufguss gut bei Husten und Heiserkeit.

Verfeinert mit seinem zitronenfrischen Duft und Geschmack Rohkost, Salate, Suppen, Quark, Eier und Tomaten. Mit Melisse können Süßspeisen und Getränke garniert werden. Zitronenmelisse nicht mitkochen, dann werden die duftgebenden ätherischen Öle bewahrt.


Tipp: Gekühlter Zitronenmelissentee ist ein erfrischendes Sommergetränk.