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Zusatzstoffe - Rechtsvorschriften

Die EG-Zusatzstoffverordnung Nr. 1333/2008 regelt nicht nur die Verwendung von Zusatzstoffen in Lebensmitteln, sondern auch die Verwendung von Zusatzstoffen in Zusatzstoffen, Aromen, Enzymen und Nährstoffen. Die Verordnung ist bereits vielfach geändert worden. Lebensmittelzusatzstoffe sind Stoffe mit oder ohne Nährwert, die in der Regel weder selbst als Lebensmittel verzehrt noch als charakteristische Lebensmittelzutat verwendet werden. Sie werden einem Lebensmittel aus technologischen Gründen zugesetzt. Zusatzstoffe sind Lebensmittel im Sinne des § 2 LFGB, da sie dazu bestimmt sind, mitverzehrt zu werden. Für Zusatzstoffe gilt, dass ein Zusatzstoff darf nur dann verwendet werden, wenn er ausdrücklich für den Einsatz zu technologischen Zwecken zugelassen wurde.

Bei vorverpackten Lebensmitteln informiert das Zutatenverzeichnis über die bei der Herstellung eines Lebensmittels verwendeten Stoffe. Auch lose, d. h. nicht vorverpackte Waren unterliegen der Kennzeichnungspflicht gemäß LMIV. Hier gelten jedoch weniger strenge Vorschriften, da Informationen  z. B. über ein Gespräch gegeben werden können. Folgende Formulierungen sind zu berücksichtigen:

ZusatzstoffKenntlichmachung
Farbstoffe, z. B. Beta-Carotin und Riboflavin „mit Farbstoff"
Konservierungsstoffe, z. B. Sorbinsäure und Benzoesäure„mit Konservierungsstoff" oder „konserviert"
Antioxidationsmittel, z. B. Butylhydroyanisol (BHA) und Butylhydroxytoluol (BHT)„mit Antioxidationsmittel"
Geschmacksverstärker, z. B. Glutamat„mit Geschmacksverstärker"
Schwefelverbindungen von mehr als 10 mg/kg oder Liter, berechnet als Schwefeldioxid„geschwefelt"
bei Oliven mit einem Zusatz von Eisengluconat oder Eisenlactat„geschwärzt"
bei frischen Zitrusfrüchten, Melonen, Äpfeln und Birnen, deren Oberfläche  z. B. mit Bienenwachs oder Schellack (harzige Substanz) behandelt wurde„gewachst"
bei Fleischerzeugnissen, denen Phosphate zugesetzt wurden„mit Phosphat"
Zuckeraustauschstoffe,  z. B. Sorbit, Xylit und Süßstoffe, z. B. Cyclamat und Saccharin„mit Süßungsmittel" bzw. „mit Süßungsmitteln", ist darüber hinaus Zucker enthalten „mit einer Zuckerart und Süßungsmittel"
bei Zusatz der Süßstoffe Aspartam und/oder Aspartam-Acesulfamsalz„enthält eine Phenylalaninquelle", diese Angabe ist wichtig für Personen, die an Phenylketonurie leiden, einer seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankung
bei Zusatz von mehr als 100 g Zuckeraustauschstoffen je kg„kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken"
bei Zusatz von Koffein oder Chinin bei Erfrischungsgetränken„koffeinhaltig" oder „chininhaltig"

Diese Angaben sind gut sichtbar, wie z. B. auf einem Schild oder neben dem Lebensmittel anzubringen. Diese Informationsmöglichkeit auf Tafeln bzw. Schildern nutzt z. B. das Handwerk wie ein Metzger oder eine Konditorei. In der Betriebsverpflegung sind diese Angaben ebenso verpflichtend und können in Form von Fußnoten auf dem Speiseplan notiert werden.