Ernährung,
Pädagogik

Warum wir essen, was wir essen – Eine Entdeckungsreise zum persönlichen Geschmack

„Wir essen nicht, was uns schmeckt – uns schmeckt, was wir essen!“, so lautet eine der vielen Erkenntnisse, die die Entstehung und Veränderung der individuellen Geschmackspräferenzen erläutern. Griffig formuliert und grafisch eindrucksvoll in Szene gesetzt versammelt das Buch in bisher einzigartiger Weise die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien, die sich dem Thema Geschmack verschrieben haben.
Cover des Buches `Warum wir essen, was wir essen`

Etwa den Auswirkungen des Mere Exposure Effects, der dem Spruch „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht“ zu neuer Aktualität verhilft. Denn der „Effekt der bloßen Darbietung“ drückt aus, dass sich unsere Einstellung gegenüber Objekten allein durch die mehrfache Darbietung verbessert. Dass wir nun nicht täglich das Gleiche essen, ist dem Wirken der „Spezifisch Sensorischen Sättigung“ zu verdanken: eine kurzfristige Ablehnung gegen den Geschmack, den wir gerade empfunden haben. Wie diese entgegengesetzten Effekte zusammenspielen, ist eine wichtige Erkenntnis in Zusammenhang mit Ernährung, denkt man etwa an Kinder und deren präferierte Speisen. Und die Basis dafür, wie man Gemüsekaspers doch vom Geschmack des einen oder anderen Grüns überzeugen kann.

Im ersten Teil geht es um Geschmackspräferenzen und darum, wie diese entstehen bzw. wie sie sich verändern. Dabei werden Fragen beantwortet wie z.B. „Brust oder Flasche: Mögen Stillkinder die Nahrung ihrer Mütter? Haben Flaschenkinder später andere Vorlieben?“ oder „Nein, mein Gemüse esse ich nicht! Warum manche Kinder just kein Gemüse wollen“. Erklärungsmodelle für individuelle Vorlieben werden im zweiten Teil aufgestellt. Das dritte und letzte Kapitel trägt das Thema „Präferenzen im Wandel – Lebensmittel im Wandel“.

Dr. Eva Derndorfer
Warum wir essen, was wir essen. Eine Entdeckungsreise zum persönlichen Geschmack.
Hubert Krenn VerlagsgesmbH
ISBN 978-3-90253-267-1
Preis 16,90 €