Dienstag, 04.08. 2026
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Studie zum Status pflanzenbetonter Verpflegung in Kitas und Schulen

Das Forschungsprojekt KAHUpE untersuchte Kenntnis, Akzeptanz und Herausforderungen bei der Umsetzung pflanzenbasierter Ernährung und den DGE-Qualitätsstandards (DGE-QST). An der Datenerhebung nahmen bundesweit Träger von allgemeinbildenden Schulen, Kitas sowie die Wirtschaftsleitungen der Studierendenwerke teil.
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© Oksana Kuzmina/123rf.com

Knapp 30% aller bundesweiten Kitas und 20% der allgemeinbildenden Schulen lieferten durch ihre Beteiligung die Ergebnisse in dieser Erhebung. Während knapp 40% der Kitas und 60% der Schulen unter „Fremdbewirtschaftung“ stehen, werden in beiden Einrichtungsformen weitere knappe 30% durch externe Lieferanten bedient. In 30% der Kitas erfolgt die Verpflegung durch Eigenbewirtschaftung, während es bei den Schulen nur 12 % sind. Mit über 50% dominiert in Kitas und Schulen das Konzept Cook & Hold (Warmverpflegung), gefolgt von Cook & Serve (Mischküche). Während in Kitas dafür zu 37% voll ausgestattete Zubereitungsküchen zur Verfügung stehen, sind es in den Schulen mit 39% Ausgabe-/Verteilküchen. 


Umsetzung pflanzenbetonter Verpflegung erfolgt teilweise

Die DGE-Qualitätsstandards zur Verpflegung in Kitas und Schulen formulieren klare Anforderungen an ein pflanzenbasiertes Verpflegungsangebot – darunter täglicheGemüse und Getreide, mindestens ein vegetarisches Gericht pro Tag sowie eine Beschränkung des Fleischangebotes auf maximal einmal pro Woche.
Die Ergebnisse der aktuellen Befragung zeigen jedoch, dass diese Vorgaben nur in begrenztem Umfang umgesetzt werden und der DGE-QST noch nicht flächendeckend in den Bildungseinrichtungen etabliert ist. Besonders in der Kita hat sich der Umsetzungsgrad in den letzten Jahren kaum verändert und es sind wie auch schon in 2014 ein Drittel der Einrichtungen, die den DGE-QST als Grundlage heranziehen (vollständig oder teilweise). Bei den Schulträgern sind es 47%, davon 33%, die eine vollständige Umsetzung durchführen.


Wünsche der Träger zur Steigerung der Umsetzungsrate

Aus Sicht der Träger stehen folgende drei Wünsche im Vordergrund, um eine pflanzenbetonte Verpflegung in Kitas und Schulen flächendeckend umzusetzen:

  • Informationen und Aufklärung über die Bedeutung und Notwendigkeit einer pflanzenbetonten Ernährung in Form von Öffentlichkeitsarbeit, Informationsveranstaltungen und Angeboten für Eltern, aber auch für die Träger selbst. 
  • Bildungs- und Ernährungsbildungsangebote für Kinder & Jugendliche, pädagogische Fach- und Lehrkräfte, Caterer sowie Küchen- und Hauswirtschaftskräfte zur Wissensbildung und als Handlungsgrundlage im Berufsalltag.
  • Finanzielle Förderung zur Senkung der Kosten für die Mittagsverpflegung, zur Finanzierung von Hauswirtschafts- und Küchenfachkräften sowie für die Ausstattung von Küchen.

 

Handlungsempfehlungen zur Unterstützung der schrittweisen Umsetzung

Die Handlungsempfehlungen greifen die oben genannten Wünsche auf und so wird von den Autor*innen die konsequente Umsetzung der Ernährungsstrategie und damit die verbindliche Einführung der DGE-QST gefordert. Diese Maßnahme bewerten Sie als einen entscheidenden Schritt zur Verbreitung einer qualitativ hochwertigen und pflanzenbetonten Verpflegung. 
Dazu werden Kommunikationskampagnen, Vernetzungsaktivitäten, Ernährungsbildung mit Praxisbezug, Entwicklung und Aktualisierung von Verpflegungskonzepten und Leistungsverzeichnissen sowie eine passende Ernährungsumgebung mit entsprechenden strukturellen Rahmenbedingungen als notwendig erachtet um den zentralen Herausforderungen zu begegnen. Bei den Schulen ist dies die mangelnde Akzeptanz bei Schüler*innen und Eltern. Und bei den Kitaträgern werden Preiserhöhung bei Essensanbietern und somit auch bei Elternbeiträgen, aber auch strukturelle Defizite und Personalmangel genannt.
Als hilfreiche Maßnahme wird auch die überregionale Vernetzung und der Erfahrungsaustausch untereinander bewertet. Die DGE stellt mit ihrem Stammtisch für die Gemeinschaftsverpflegung hier schon ein Angebot zur Verfügung.