Expert*innenrat „Gesundheit und Resilienz“ bei Kindern und Jugendlichen
Der Expert*innenrat „Gesundheit und Resilienz“ beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Basis mit der Frage, wie das Gesundheitswesen und die Gesellschaft künftigen Gesundheitskrisen bestmöglich begegnen können.Das Gremium widmet sich Zukunftsfragen, die auf unsere Gesellschaft zukommen und bisher nicht oder nicht ausreichend diskutiert werden. Bei aktuellen Fragestellungen zur öffentlichen Gesundheit kann der Expert*innenrat die Bundesregierung „adhoc“ beraten. Er ist das Nachfolgegremium des Corona-Expert*innenrats.
In der 9. Stellungnahme mit dem vollständigen Titel „Gesunde Kinder und Jugendliche, resiliente Gesellschaft: Investieren in faire Chancen und gesunde Lebensumwelten“ wurde die Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die weit über die Förderung individueller Verhaltensänderungen hinausgeht, bewertet.
Leider stellte der Expert*innenrat fest, dass die finanzielle Sicherstellung von Maßnahmen, die die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen verbessern und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stärken, fehlt.
Verpflegung mit gesunden Lebensmitteln als Thema aufgegriffen
Als ein Beispiel zur Stärkung der Teilhabe wurde die Etablierung von Ganztagsschulen oder –kindertageseinrichtungen mit gesundem Mittagessen genannt.
Die DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas und Schulen unterstützen dabei, ein Angebot für Kinder zu gestalten, das die Gesundheit fördert und mit einer nachhaltigen Ausrichtung dazu beiträgt, die Ressourcen der Erde zu schonen. Sie liefern die Grundlage für nachhaltige Verpflegungsangebote und dienen als Orientierungshilfe, um ein bedarfs- und bedürfnisgerechtes Speisenangebot in Kitas und Schulen umzusetzen.
Ebenso wurde ein einfacher und kostengünstiger Zugang zu gesunden Lebensmitteln als eine Möglichkeit der Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen genannt.
Die Expert*innen sind sich hierbei einig: Obwohl das politische Potential dieser Maßnahme erkannt wird, erhält sie in der politischen Praxis oft nicht die nötige Priorität, sodass gezielte und konsequente Maßnahmen ausbleiben.
Informationen zu einer gesundheitsfördernden und nachhaltigen Ernährung und Verpflegung von Kindern und Jugendlichen finden Sie auf unserer Kita- und Schulwebseite.
Ebenso gibt es dort Ansatzpunkte zu Themen wie Gestaltung einer angemessenen Essumgebung und Nudging (Impulse für wünschenswerte Ess- und Trinkentscheidungen). Auch ein Blick in unsere Rubrik „Weiterführende Informationen“ unter „DGE-Qualitätsstandard" lohnt.
Quelle: Expert*innenrat Gesundheit und Resilienz | Bundesregierung
