Donnerstag, 27.06. 2019
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Jonglieren zwischen Vorlieben von Kindern, Eltern und Vorgaben in Kitas

FIT KID unterstützt am 03. Juli den 5. Tag Kita-Verpflegung der Verbraucherzentrale NRW in Köln durch Fachberatung und ein breites Angebot an Begleitmedien zum „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder“.

© Sonja Fahmy, DGE

In den Kindertageseinrichtungen stehen die Verantwortlichen für die Verpflegung  oft in einem Spannungsfeld: Sie müssen jonglieren zwischen den Vorlieben der Kinder, den Wünschen der Eltern und dem, was am Ort strukturell vorgegeben ist. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hat dieses Spannungsfeld einbezogen, als sie den Leitet Herunterladen der Datei einDGE-Qualitätsstandard im Auftrag der bundesweiten Initiative IN FORM entwickelt hat, um die Gestaltung der optimalen Verpflegung zu unterstützen. Er zeigt, welche Lebensmittel in welcher Häufigkeit angeboten werden sollten. Gleichzeitig bietet er aber auch Freiheiten, auf besondere Bedürfnisse einzugehen.


Ideen zur ausgewogenen Speisenplanung und -gestaltung
Der DGE-Qualitätsstandard betont dabei die Rolle einer ausgewogenen Verpflegung. Sie ist ein grundsätzlicher Bestandteil für die gesundheitliche Entwicklung von Kindern. In sieben Kapiteln zeigt der DGE-Qualitätsstandard, wie einfach es sein kann, einen Öffnet internen Link im aktuellen Fensterausgewogenen Speiseplan zusammenzustellen.
Da inzwischen viele Kinder meist mehr als sechs Stunden in einer Kita verbringen, müssen mehrere Mahlzeiten organisiert werden. Das wird dann zur besonderen Herausforderung, wenn Kinder das, was ihnen als gesundheitsförderndes Essen angeboten wird, ablehnen, weil sie es schlicht nicht mögen. DGE-Mitarbeiterin Sonja Fahmy ist als Expertin des Projektes „IN FORM in der Gemeinschaftsverpflegung“ für das Angebot „FIT KID“ sehr klar: „Kinder interessiert es nicht, ob etwas gesund ist oder nicht. Es muss schmecken."


Sie rät deshalb zu Kreativität, wenn es darum geht z. B. Gemüse lecker zuzubereiten. Die Oecotrophologin fordert, zunächst einmal Verständnis dafür zu haben, was Kinder eher mögen. „Rohkost wird oftmals lieber genommen, als gekochtes Gemüse. Werden unbekannte Speisen mit bekannten Speisen kombiniert, werden diese oft besser akzeptiert,.“
Ebenso kann die Vorbildfunktion von Erziehern sowie von der Kita-Gruppe helfen. „In der Kita lassen sich die Kleinen oftmals durch die Gruppe motivieren, etwas zu probieren, was sie zuvor nicht gegessen haben.  
Damit eine gute Verpflegung in der Kita funktioniert, sollten alle Akteure mitgenommen werden. „So wie es in jeder Einrichtung ein pädagogisches Konzept gibt, ist auch ein Verpflegungskonzept wichtig. Der DGE-Qualitätsstandard unterstützt Einrichtungen dabei, ihr eigenes Verpflegungskonzept zu entwickeln“, ergänzt Sonja Fahmy.


Bei der Fachtagung der Verbraucherzentrale am 03. Juli zur Kita-Verpflegung in Köln erfahren Besucher mehr zur praktischen Umsetzung einer ausgewogenen Verpflegung unter anderem, wie ein bedarfsgerechter Speiseplan für 1 bis 6-jährige Kinder gestaltet wird, welche Verbesserungsmöglichkeiten es gibt und wie sich dies umsetzen lässt. Programm, Anmeldeformular und weitere Informationen finden sich Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.