Mittwoch, 29.05. 2019
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Essen und Trinken nach DGE-Empfehlungen ist gesundheitsfördernd und nachhaltig

(dge) Die lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen DGE sind sowohl mit dem Ziel der Gesundheitsförderung als auch mit nachhaltigen Entwicklungszielen vereinbar. Darauf macht die DGE anlässlich der Deutschen Nachhaltigkeitstage aufmerksam, die vom 30. Mai bis 5. Juni 2019 als Teil der jährlichen Europäischen Nachhaltigkeitswoche stattfinden. Die DGE-Empfehlungen sind auch Basis für die DGE-Qualitätsstandards in der Gemeinschaftsverpflegung.

© Bundesministerium für wirtschafliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Unser Handeln in Bezug auf die Ernährung – auf das, was und wie viel wir essen und trinken – steht in direktem Zusammenhang mit den nachhaltigen Entwicklungszielen. Diese umfassen soziale, ökonomische und ökologische Aspekte. In Bezug auf die ökologischen Aspekte hat die Öffnet externen Link in neuem FensterEAT-Lancet-Kommission eine Antwort auf die Frage formu­liert, wie die zukünf­tige Weltbevölkerung von 10 Milliarden Menschen im Jahr 2050 innerhalb der ökologischen Belastungsgrenzen der Erde mit einer gesundheitsfördernden Ernährung ver­sorgt werden kann. Das Ergebnis ist die sogenannte planetary health diet, mit der weltweit pro Jahr etwa 11 Millionen vorzeitige Todesfälle durch chronische ernährungsmitbedingte Krankheiten verhindert werden können.

„Die aktuell von den internationalen Experten der EAT-Lancet-Kommission entwickelte planetary health diet stimmt weitgehend mit den DGE-Empfehlungen zur vollwertigen Ernährung überein,“ sagt Dr. Angela Bechthold, Leiterin des Referats Wissenschaft der DGE. „Auch die empfohlenen Lebensmittelmengen liegen im Bereich der Öffnet externen Link in neuem FensterOrientierungswerte der DGE.“ Die planetary health diet beinhaltet ebenso wie die DGE-Ernährungsempfehlungen größtenteils pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und hochwertiges Pflanzenöl und enthält geringe bis moderate Mengen an Fisch und Geflügel sowie keine oder nur geringe Mengen an rotem Fleisch, verarbeitetem Fleisch, zugesetztem Zucker und Weißmehlprodukten. Die Ergebnisse der EAT-Lancet-Kommission bestätigen neben weiteren internationalen Bewertungen erneut, dass die Umsetzung von Ernährungsempfehlungen nachweislich die Gesundheit fördert und die Umwelt schont.

Um die nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 zu erreichen, ist ein globaler Ernährungswandel notwendig. Denn das aktuelle durchschnittliche Ernährungsmuster mit hohem Anteil tierischer und hoch verarbeiteter Lebensmittel sowie einem hohen Energiegehalt geht nicht nur mit einer Zunahme der weltweiten Häufigkeit von chronischen ernährungsmitbedingten Krankheiten einher. Es trägt unter anderem auch zur Rodung und zum Anstieg der Treibhausgasemissionen und damit zum Klimawandel bei.

Weitere Informationen zum Thema Ernährung und ökologische Nachhaltigkeit hat die Öffnet externen Link in neuem FensterDGE in einer Fachinformation zusammengefasst. Allgemeine Informationen zu der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie im Rahmen der Öffnet externen Link in neuem FensterEuropäischen Nachhaltigkeitswoche sind Öffnet externen Link in neuem Fensterhier dargestellt.

Eine Übersicht über die DGE-Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsverpflegung ist Öffnet externen Link in neuem Fensterhier zu finden.