Mittwoch, 17.07. 2019
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Ernährungsbildung in Theorie und Praxis an Schulen und Kitas verankern

Bundesernährungsministerin Klöckner stellt Ergebnisse aus Paderborner Forschungsbericht vor.

Prof. Dr. Helmut Heseker

In den Lehr- und Bildungsplänen der Länder ist das Thema Ernährungsbildung zwar vorhanden, doch die Fachkräfte in Kitas und Schulen sind in ihrer Ausbildung meist unzureichend darauf vorbereitet. Das stellt ein neuer Forschungsbericht der Universität Paderborn fest. Der Leiter der Studie, Professor Dr. Helmut Heseker, nennt weitere Ergebnisse: In Lehrbüchern kommen zum Thema Ernährung häufig fachliche Mängel vor, zudem sind die einschlägigen Fächer in der Schule häufig nicht verpflichtend.


Da Ernährungsgewohnheiten und Geschmackspräferenzen bereits in der Kindheit geprägt werden, sollte schon in Kitas und Schulen mit der Ernährungsbildung begonnen werden. Um zu untersuchen, auf welcher Basis Kitas und Schulen diesem Bildungsauftrag nachkommen, analysierte das ernährungswissenschaftliche Team in Paderborn die frühkindliche Bildung, Lehrpläne aller Schularten sowie Ausbildungsinhalte der Kita-Fachkräfte und Pädagogen. Die Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wurde kürzlich öffentlich präsentiert.


„Der Grundstein für eine gesunde und ausgewogene Ernährung wird schon im Kindesalter gelegt. Daher ist es wichtig, dass in Kitas und Schulen Ernährungsbildung stattfindet“, betonte Bundesernährungsministerin Julia Klöckner auf der Pressekonferenz dazu in Berlin. Sie hob dabei auch die Rolle der Verpflegung in Kitas und Schulen als praktische Ergänzung zur Theorie bei der Ernährungsbildung hervor.

Weiterführende Informationen finden sich hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.uni-paderborn.de/nachricht/90581/ und auf YouTube: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.youtube.com/watch?v=SZUUcUYEvgs