Position:

Infektionsschutzgesetz

Paragraphen

Das IfSG trat am 01.01.2001 in Kraft und löste damit das bisherige BSeuchG ab, wodurch insbesondere das Vorhalten eines Gesundheitszeugnisses abgeschafft wurde. Das IfSG regelt, welche Krankheiten bei Verdacht, Erkrankung oder Tod und welche labordiagnostischen Nachweise von Erregern meldepflichtig sind. Auf den nachfolgenden Seiten werden die für Kitas relevanten Anforderungen ausführlich erläutert. Weitere Informationen sind beim undefinedRobert Koch-Institut abrufbar.

Zweck des IfSG ist es, Leben und Gesundheit des Einzelnen und der Gemeinschaft vor Gefahren durch Infektionskrankheiten zu schützen. Das IfSG fordert eine Belehrungspflicht über Tätigkeits- und Beschäftigungsverbote sowie eine Mitteilungspflicht.

Wesentlich für Betriebe der Lebensmittelwirtschaft ist der 8. Abschnitt des IfSG mit der Überschrift "Gesundheitliche Anforderungen an das Personal beim Umgang mit Lebensmitteln" und dort die beiden Paragraphen 42 und 43. Diese Anforderungen werden hier erklärt und sind auch für Kitas Pflicht.

Belehrung statt Gesundheitszeugnis
Ein Beweggrund für die Erneuerung des BSeuchG war, dass die damalige Verpflichtung zur einmaligen Untersuchung als wenig effektiv angesehen wurde. Denn ein erhobener Untersuchungsbefund ist eine auf einen Zeitpunkt bezogene Aufnahme und vermittelt eine falsche Sicherheit. Das IfSG setzt auf die Schaffung von Kenntnissen durch Belehrungen und auf die Zusammenarbeit der Beteiligten. Prävention wird als wirksamste und wichtigste Maßnahme zum Schutz vor übertragbaren Krankheiten vermittelt.