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Abgepumpte Muttermilch in Tageseinrichtungen für Kinder

Stillen ist die beste Ernährung für Säuglinge, da Muttermilch viele Vorteile gegenüber industriell hergestellter Säuglingsmilch bietet. Alle Informationen zu den Vorteilen vom Stillen sowie zu Stillbeginn, Stilldauer und Stillintensität geben die Handlungsempfehlungen des „Netzwerk Junge Familie“.

Viele Mütter möchten ihre Säuglinge auch bei Besuch einer Kindertageseinrichtung weiterhin mit Muttermilch versorgen. Da abgepumpte Muttermilch unbehandelt ist, birgt sie bei unsachgemäßem Umgang ein hohes Risiko für die Keimentwicklung. Durch eine sorgfältige Gewinnung, die korrekte Lagerung und eine lückenlose Kühlkette beim Transport kann dieses Risiko reduziert werden.

Kindertageseinrichtungen sind als Ausgabestelle für die einwandfreie Qualität der Muttermilch verantwortlich. Bei eventuellen Schadensfällen können sie haftbar gemacht werden. Deshalb wird den Einrichtungen die Festlegung klarer Verhaltensweisen im Umgang mit abgepumpter Muttermilch empfohlen. Diese Regelungen sollten in der Satzung der Einrichtung festgehalten und an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Eltern weitergegeben werden. Eltern sollten beim Aufnahmegespräch in Form eines Elternbriefs oder ähnlichem über die Bedeutung einer hygienisch einwandfreien Herstellung (Abpumpen) sowie die Notwendigkeit einer ununterbrochenen Kühlkette beim Transport informiert werden.

Bislang liegen keine einheitlichen und umfassenden Empfehlungen für die Gemeinschafts­verpflegung vor. Den Kindertageseinrichtungen wird empfohlen, mit der zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörde Kontakt aufzunehmen, ob in dem jeweiligen Bundesland entsprechende Auflagen existieren.

Auf den folgenden Seiten finden Sie Empfehlungen für den Umgang mit Muttermilch im Elternhaus und in der Kindertageseinrichtung.