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Verpflegungssysteme

Tellerstapel
© JMG / PIXELIO

Eine Voraussetzung für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Menschen jeden Alters ist eine vollwertige und bedarfsgerechte Ernährung. Das gilt für das Essen in der Familie ebenso wie für die Verpflegung in der Kindertagesstätte. Das Speisenangebot sollte abwechslungsreich sein, schmecken und wirtschaftlich produziert werden können.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Weg „vom Topf zum Teller“ zu gestalten. Ein Verpflegungssystem charakterisiert, wie Speisen hergestellt werden. Der Begriff umfasst nicht nur die Art und Weise der Produktion und Bereitstellung, sondern auch die Anforderungen an Räume, Ausstattung, Personal und Hygiene.

Systeme im Überblick

In der Praxis gibt es vier Verpflegungssysteme

Sie unterscheiden sich vor allem in diesen Fragen: Werden die Speisen direkt nach der Zubereitung warm ausgegeben oder werden sie für eine Zwischenzeit gekühlt bzw. tiefgekühlt und zur Ausgabe regeneriert? Findet die Produktion am Ort der Ausgabe statt oder woanders? Man spricht hier auch von thermischer, räumlicher und zeitlicher Kopplung bzw. Entkopplung von Produktion und Ausgabe.

Verpflegungsssysteme in der Kindertagesstätte

In Kindertagesstätten wird der Grundstein für das spätere Ernährungsverhalten gelegt. Hier können Kinder verschiedene Lebensmittel kennenlernen und herausfinden wie sie schmecken und zubereitet werden. Dabei erleben sie fast nebenbei was zu einer gesundheitsfördernden Ernährung beiträgt.

Die Verpflegung in Kindertagesstätten soll die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit der kleinen und großen Tischgäste unterstützen und zu einem gesundheitsfördernden Lebensumfeld beitragen. Ein vollwertiges und abwechslungsreiches Angebot mit sensorisch ansprechenden Speisen ist dafür ideal, besonders wenn es als Teil eines umfassenden Konzepts zur Ernährungsbildung verstanden wird.

Viele Kindertagesstätten verfügen über keine eigene Küche. Rund 50 % bestellt und verteilt daher warm gehaltene Speisen. Dabei muss nicht nur auf finanzielle Aspekte, sondern auch auf die Einhaltung kurzer Warmhaltezeiten geachtet werden. Nur so können Kinder und Erwachsene ein Essen genießen, das die Sinne anspricht und gesundheitsfördernd ist. Der Bezug von Tiefkühlkomponenten ist in Kitas ebenfalls verbreitet. Die übrigen Tagesstätten verpflegen die Kinder mit einer Mischküche. Das System Cook & Chill ist in Kitas nicht anzutreffen.

Im Prinzip ist mit allen Systemen eine gute Verpflegungsqualität zu erreichen, wenn die unterschiedlichen Rahmenbedingungen der Verpflegungssysteme beachtet und die Anforderungen der Zielgruppe in den Vordergrund gestellt werden. Jedes System hat Vor- und Nachteile, die vor der Entscheidung genau geprüft werden sollten.