Kräuteranbau

Kräuter selbst anzubauen ist vergleichsweise unproblematisch. In jedem Garten findet sich noch ein Plätzchen für ein kleines Kräuterbeet. Da die meisten Gewürzkräuter aus den warmen Ländern rings um das Mittelmeer abstammen, lieben sie Wärme und Licht. Eine helle Südwand und eher karge Böden sind ideale Verhältnisse für Rosmarin, Lavendel, Thymian und Bohnenkraut. Kräuter, die von heimischen Wildpflanzen abstammen, wie z. B. Pimpinelle, Pfefferminze, Schnittlauch, mögen es eher feuchter.

Wenn kein Garten zur Verfügung steht, kann man kurzerhand einen mobilen Kräutergarten anlegen. Ideal ist auch hier die geschützte sonnige Hauswand – zum Beispiel auf Terrasse oder Balkon. Als Pflanzgefäße eignen sich Töpfe, Kübel und Blumenkästen (wichtig ist ein guter Wasserabzug, damit die Kräuter „keine nassen Füße bekommen“).

Der allerkleinste Duft- und Kräutergarten gedeiht im Balkonkasten oder auf der Fensterbank.


Auf den folgenden Seiten haben wir undefinedKräuter-Projekte, die Sie mit den Kindern durchführen können, zusammengefasst. Doch zunächst müssen die Kräuter angebaut, gepflegt und getrocknet werden.

Vorbereitung der Kräuteraussaat

  • Die verwendeten Gefäße sollten auf jeden Fall ein oder mehrere Löcher im Boden haben.
  • Über die Löcher einige Tonscherben oder flache Kieselsteine legen, damit die Löcher nicht verstopfen.
  • Die unterste Schicht (1-2 cm) mit Sand oder Kies befüllen.
  • Je ein Drittel reifen Kompost, Sand und Gartenerde vermischen und in die Gefäße füllen.

Kräuteraussaat

  • Samen nicht zu dicht säen und leicht festklopfen (z. B. Basilikum, Bohnenkraut, Borretsch, Dill, Kerbel, Kresse, Majoran, Petersilie).
  • Manche Kräuter sind Lichtkeimer (z. B. Kresse) und dürfen nicht mit Erde bedeckt werden.
  • Mit einer Sprühflasche befeuchten und eine Frischhaltefolie über das Pflanzgefäß ziehen.
  • Kräuter auf die sonnige Fensterbank stellen (kein Durchzug).
  • In den folgenden Tagen beobachten und regelmäßig mit Wasser besprühen.
  • Sobald die grünen Pflänzchen sprießen, die Frischhaltefolie wieder abnehmen. Viel Licht und frische Luft sorgen nun für kräftiges Wachstum.

Tipp:

Sehr kleine Samenkörner können mit etwas Sand gemischt werden, damit man sie besser verteilen kann.


Nun kann man Stecklinge vermehren, indem man Jungtriebe mit beginnendem Ausreifen (etwa Mitte Juni) in etwa 5 bis 7 cm lange Triebstücke schneidet (z. B. Lavendel, Pfefferminze, Rosmarin, Salbei, Zitronenmelisse). Die Triebstücke müssen dann in der unteren Hälfte vom Laub befreit und bis zum Laubansatz in ein Gemisch aus Kompost, Sand und Gartenerde gesteckt werden.

Ebenso möglich ist die Vermehrung durch Pflanzenteilung. Die funktioniert folgendermaßen:

  • Kräuter während frostfreier Wintertage ausgraben (z. B. Pfefferminze, Schnittlauch, Zitronenmelisse) und mit Messer oder Spaten teilen.
  • Teilstücke wieder so hoch einpflanzen wie sie gestanden haben.



Kräuterernte

Kräuter werden am besten am späten Vormittag geerntet, sobald sie tautrocken sind.


Kräuter trocknen

Möchte man die Kräuter trocknen lassen, geht man am besten folgendermaßen vor:

  • Frische Zweige von duftenden Kräutern schneiden (z. B. Thymian, Salbei, Pfefferminze, Majoran, Bohnenkraut, Rosmarin und viele mehr).
  • Von jeder Pflanzenart einen lockeren Strauß binden.
  • Die Sträuße kopfüber an einem trockenen, schattigen und luftigen Ort (geschützt vor Sonne und feuchter Luft) aufhängen.
  • Richtig trocken sind die Kräuter, wenn sie zwischen Daumen und Finger gerieben rascheln und locker zerbröseln.
  • Blätter und Blüten von den Stängeln abstreifen und in luftdicht verschließbaren Gläsern oder Dosen aufbewahren.