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Umsetzung der D-A-CH-Referenzwerte in die Gemeinschaftsverpflegung

Cover der Publikation: Umsetzung der D-A-CH-Referenzwerte in die Gemeinschaftsverpflegung
Quelle: DGE

Bei den D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr handelt es sich um Nährstoffmengen, die bei fast allen gesunden Personen einer Bevölkerungsgruppe eine ausreichende Nährstoffzufuhr sicherstellen sollen (inkl. Körperreserven).

Die Publikation „Umsetzung der D-A-CH-Referenzwerte in die Gemeinschaftsverpflegung“ richtet sich an Verantwortliche für die Speisenplanung. Mit den hier veröffentlichten Werten wird ermöglicht, den tatsächlichen Nährstoffgehalt der Speisen bzw. Mahlzeiten mit den Soll-Vorgaben der DGE zu vergleichen und bei Bedarf zu optimieren. In der Kommunikation mit den Tischgästen können Verantwortliche für die Verpflegung auf die Einhaltung der D-A-CH-Referenzwerte in der Gemeinschaftsverpflegung (GV) hinweisen und so ihr beson­deres Engagement für eine ausgewogene Ernährung und damit für die Gesundheit ihrer Gäste dokumentieren.

Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder

Kleinkind beim Essen

Kinder besuchen in aller Regel bis zum Alter von 6 Jahren eine Tageseinrichtung für Kinder. Dieser Altersbereich wird in den D-A-CH-Referenzwerten in vier Altersgruppen unterteilt: 0 bis unter 4 Monate, 4 bis unter 12 Monate, 1 bis unter 4 Jahre, 4 bis unter 7 Jahre. Für den Bereich der GV werden die Säuglinge bis zum Alter von 12 Monaten nicht berücksichtigt, da hier eine Gemeinschaftsverpflegung im klassischen Sinne nicht in Frage kommt, sondern die Säuglinge individuell in Abhängigkeit vom jeweiligen Entwicklungsstand verpflegt werden. Die zwei Altersgruppen (1 bis unter 4 Jahre, 4 bis unter 7 Jahre) werden beibehalten und für den Bereich der GV nicht weiter zusammengefasst.

Bei der Berechnung des Wertes für die GV wird in Bezug auf die Energiezufuhr der Durch­schnittswert (arithmetisches Mittel) ermittelt. Bei der Ermittlung der GV-Referenzwerte für die Vitamin- und Mineralstoffzufuhr wird an­ders vorgegangen als bei der Energiezufuhr. Unterscheiden sich die Werte bei Jungen und Mädchen wird grundsätzlich der höhere Referenzwert zugrundegelegt. Beispiel: Der Schätzwert für die Vitamin E-Zufuhr beträgt für 1 bis unter 4-jährige Jungen 6 mg/Tag, für 1 bis unter 4-jährige Mädchen 5 mg/Tag. Daher wird für beide Geschlechter im GV-Bereich ein Schätzwert von 6 mg/Tag zugrunde gelegt.

Die vollständige Publikation „Umsetzung der D-A-CH-Referenzwerte in die Gemeinschaftsverpflegung“ wird momentan überarbeitet und steht in Kürze wieder als Download bereit.