Die wesentlichen Änderungen der Neuauflage des "DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder" sind im Folgenden aufgeführt:

Allgemeine Änderungen:

  • Zur besseren Lesbarkeit wurden personenbezogene Bezeichnungen im Maskulinum verwendet. Sie werden verallgemeinernd verwendet und beziehen beide Geschlechter ein. Es wird im Vorfeld auf die Gleichstellung der Geschlechter hingewiesen.
  • Aktualisierung der Inhalte, der Links und der Fußnoten.  
  • Anpassung bzw. Aktualisierung von Beispielen zur praktischen Umsetzung.  
  • Sprachliche Anpassungen.

Kapitel 2 Gestaltung der Verpflegung

  • Die Empfehlungen zum Umgang mit Convenience-Produkten wurden um den Hinweis, dass Produkte mit Jodsalz bevorzugt werden sollen, erweitert.

 

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  • Die Forderung Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln abwechselnd anzubieten wurde geändert in die Anforderung, dass diese abwechslungsreich angeboten werden sollen.
  • Hinweis auf die Bevorzugung von weißem Fleisch mit der Fußnote: Weißes Fleisch (Geflügel) sollte bevorzugt angeboten werden, da es unter gesundheitlichen Gesichtspunkten günstiger zu bewerten ist als rotes Fleisch (Schwein, Rind, Schaf, Ziege). Deutsche Gesellschaft für Ernährung (Hrsg).Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE. 25.überarbeitete Auflage (Bonn 2013)
  • Aus der o.g. Empfehlung resultiert, dass die Forderung „Fleisch von unterschiedlichen Tierarten wird abwechselnd angeboten“ entfällt.Wenn Fleisch auf dem Speisenplan steht, soll dieses maximal achtmal in vier Wochen (20 Verpflegungstage) angeboten werden.
  • Neu ist die Formulierung, dass mindestens vier Portionen davon als mageres Muskelfleisch angeboten werden soll.
  • Die Forderung nach mindestens viermal Seefisch in 20 Verpflegungstagen wurde um die Anforderung „davon zweimal fettreicher Seefisch“ ergänzt.
  • Die aktualisierten D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr bzw. deren Umsetzung in der Gemeinschaftsverpflegung liegen dem DGE-Qualitätsstandard zu Grunde. Aktualisiert wurden die Energiezufuhr und daraus resultierend die Menge an Protein, Fett und Kohlenhydraten.  Darüber hinaus änderten sich die Werte von Folat, Calcium und Vitamin C.  

Kapitel 3 Rahmenbedingungen in Tageseinrichtungen für Kinder

  • Das Kapitel 3.2.2 Bedeutung des Elternhauses und des familiären Umfeldes  wurde ergänzt und zur Unterstützung die Maßnahmen des Netzwerks Junge Familie aufgenommen.  

Kapitel 4 Rahmenbedingungen für die Verpflegung

  • Die produktübergreifenden Vorschriften zur Kennzeichnung und Kenntlichmachung wurden mit der sogenannten Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) aktualisiert. Sie regelt unter anderem die Allergenkennzeichnung und die Nährwertdeklaration.  

Kapitel 5 Nachhaltigkeit

  • Die Neuauflage wurde um ein eigenes Kapitel zum Thema Nachhaltigkeit erweitert. Das Kapitel geht auf spezielle Aspekte ein und umfasst die Gebiete Gesundheit, Ökologie, Gesellschaft und Wirtschaftlichkeit.

Die nachfolgende Tabelle stellt die wesentlichen Änderungen gegenüber:

DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder

Allgemein:

 

  • Gender einheitlich mit Hinweis auf Gleichstellung der Geschlechter
  • Aktualisierung der Fußnoten
  • Anpassung bzw. Aktualisierung von Beispielen zur praktischen Umsetzung
  • Sprachliche Anpassungen

 

Kapitel

4. aktualisierte Auflage 2014

5. Auflage 2014

Kapitel 2:

Tabelle 1: Optimale Lebensmittelauswahl für das Frühstück und die Zwischenverpflegung

Getreide, Getreideprodukte

 

Erdbeeren als Beispiel für Lebensmittel aufgeführt

Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln

Erdbeeren aufgrund der BfR-Meldung nicht mehr aufgeführt

 

Fußnote zum Verzehr von weißem und rotem Fleisch

Tabelle 2: Anforderungen an das Lebensmittelangebot beim Frühstück und in der Zwischenverpflegung 

Getreide, Getreideprodukte

Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln

Häufigkeit: 20 x

täglich

2.3.1 Lebensmittelauswahl Convenience-Produkte

 

Erweiterung um den Hinweis, dass Produkte mit Jodsalz bevorzugt werden sollen.

2.3.2 Speisenplanung

 

 

 

Tabelle 5:Anforderung an einen Vier-WochenSpeisenplan für die Mittagsverpflegung:

 

20 x abwechselnd Speisekartoffeln, Parboiled Reis, Teigwaren

Nicht mehr in der Tabelle 5 aufgeführt .

 

Änderung in:

Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln werden abwechslungsreich angeboten

max. 8 x Fleisch

davon max. 4 x Fleischerzeugnisse inkl. Wurstwaren

max. 8 x Fleisch/Wurst

davon mind. 4 x mageres Muskelfleisch

mind. 4 x Seefisch

davon 1 bis 2 x fettreicher Seefisch

mind. 4 x Seefisch

davon mind. 2 x fettreicher Seefisch

max. 2 Ei-Gerichte

Anforderung entfällt

Fleisch von unterschiedlichen Tierarten wird abwechselnd angeboten

Anforderung entfällt

Süße Hauptgerichte werden maximal 2 x in 20 Verpflegungstagen angeboten

Anforderung entfällt

 

 

 

Neu: Einige tierische und pflanzliche Lebensmittel werden aufgrund möglicher Belastung mit Krankheitserregern nicht eingesetzt. Dies gilt beispielweise für Rohmilchprodukte, Weichkäsesorten mit Oberflächenschmiere, frisches Mett, Tatar sowie streichfähige, schnell gereifte Rohwürste (zum Beispiel frische Mettwurst). Sprossen und tiefgekühlte Beeren werden vor dem Verzehr erhitzt. Weitere Informationen dazu bietet das Bundesinstitut für Risikobewertung in "Sicher verpflegt – Besonders empfindliche Personengruppen in Gemeinschaftseinrichtungen"

2.5 Nährstoffzufuhr durch die Mittagsverpflegung

 

Tabelle 6 Umsetzung der D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr für die Mittagsverpflegung:

Aktualisierung der D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr von Energie, Protein, Fett, Kohlenhydrate, Folat, Vitamin C, Calcium

2.7 Verpflegung von Kindern unter drei Jahren

 

Aktualisierung und Ausbau von Abgepumpte Muttermilch in der Tageseinrichtung nach BfR Empfehlungen

Leitungswasser unterliegt in Deutschland strengen Qualitätskontrollen und ist von einwandfreier Qualität.

Trinkwasser unterliegt in Deutschland strengen Qualitätskontrollen und ist von einwandfreier Qualität.

Kapitel 3:

3.2.2    Die Bedeutung des Elternhauses und des familiären Umfeldes

 

 

Neu: Das „Netzwerk Junge Familie“ hat Handlungsempfehlungen für das familiäre Umfeld zum Thema „Ernährung und Bewegung“ entwickelt, die im Einklang mit dem „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder“ stehen. Diese ergänzenden Empfehlungen für zu Hause erleichtern die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Tageseinrichtung.

Grundlegend für eine gute Zusammenarbeit ist es, dass Tageseinrichtungen ein festes Verpflegungskonzept haben, welches den Eltern bekannt ist.

Jede Tageseinrichtung soll über ein festes Verpflegungskonzept verfügen, welches den Eltern bekannt ist.

Kapitel 4:

4.1 Rechtliche Bestimmungen

Abbildung 1: Übersicht über die rechtlichen Rahmenbedingungen in der Gemeinschaftsverpflegung

 

Abbildung 1: Übersicht über die rechtlichen Rahmenbedingungen in der Gemeinschaftsverpflegung überarbeitet.

Neu: VO (EU) Nr. 1169/2011 Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV)

Neu: Verordnung zur Anpassung nationaler Rechtsvorschriften an die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend der Information der Verbraucher über Lebensmittel (Entwurf)

4.1.1 Hygiene

 

Beim Einsatz von Desinfektionsmitteln ist die Dosierungsanleitung einzuhalten.

 

Sofern darüber hinaus ein Desinfektionsplan vorliegt, ist die Dosierungsanleitung der eingesetzten Desinfektionsmittel einzuhalten.

Jährlich sind Folgebelehrungen verpflichtend durchzuführen und schriftlich zu dokumentieren.

Alle zwei Jahre sind Folgebelehrungen verpflichtend durchzuführen und schriftlich zu dokumentieren.

4.1.2 Produktübergreifende Vorschriften zur Kennzeichnung und Kenntlichmachung

Lebensmittelkennzeichnungs-Verordnung (LMKV) und Nährwertkennzeichnungs-Verordnung

Aktualisierung des Kapitels: VO (EU) Nr. 1169/2011 Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) mit Allergenkennzeichnung und Nährwertdeklaration

Kapitel 5:

Kapitel 5

5 Zertifizierung

 

5 Nachhaltigkeit
5.1 Gesundheit
5.2 Ökologie
5.3 Gesellschaft
5.4 Wirtschaftlichkeit

Teile der Inhalte aus ehemaligem Kapitel 6

Kapitel 6:

 

6 Anhang

 

6 Zertifizierung
ehemaliges Kapitel 5

6.2 FIT KID-PREMIUM-Zertifizierung

 

 

Neu: Die Nährstoffoptimierung des Speisenplans kann über vier Wochen (20 Verpflegungstage) oder über eine Woche (fünf Verpflegungstage) erfolgen. Vorteil einer wochenweisen Optimierung ist, dass die einzelnen Speisenplanwochen in einer frei wählbaren Reihenfolge eingesetzt werden können.

6.4 Kriterien zur Eigenkontrolle

 

Checklisten aktualisiert

Kapitel 7:

 

 


 Nicht vorhanden

7 Weiterführende Informationen

Anteile aus ehemaligem Kapitel 6

7.1 Anforderungen an einen Ein-Wochen-Speisenplan mit Tabelle

 

Neu: Text und Tabelle 10

7.2 Orientierungshilfe für Lebensmittelmengen

Tabelle unterteilt in Lebensmittelmengen pro 5 Tage und pro 20 Tage

Tabelle unterteilt in Lebensmittelmengen pro Tag bzw. pro Woche